Verteilte Wiederholung
Englischer Begriff: Spaced repetitionVerteilte Wiederholung verteilt das Üben über die Zeit, statt alle Wiederholungen in einer Sitzung zu bündeln.
Neues oder unsicheres Material kehrt meist früher zurück; erfolgreich abgerufenes kann länger warten. Der Plan bestimmt den Zeitpunkt, aktiver Abruf die Tätigkeit während der Wiederholung.
Vergleiche geballtes und verteiltes Üben
Statt ein Element mehrfach in derselben Sitzung zu wiederholen, bringt verteiltes Üben es nach einer Pause zurück. Schwieriges Material erscheint früher, stabiles kann länger warten.
Wer dieselbe schwierige Klaviertaktfolge zwanzigmal am Stück spielt, übt geballt. Die Rückkehr an späteren Tagen schafft Abstand; ein adaptiver Plan legt dann die nächste Pause fest.
| Übungsmuster | Beispiel | Was sich ändert |
|---|---|---|
| Geballtes Üben | Die Variante am Samstag viermal wiederholen | Jeder Versuch findet statt, während der vorherige noch frisch ist |
| Verteiltes Üben | Samstag, Montag, Donnerstag und in der Folgewoche wiederholen | Vor jedem Versuch liegt eine Pause |
Abstand und aktiver Abruf lösen verschiedene Aufgaben
Der Abstand bestimmt, wann ein Element wiederkehrt. Aktiver Abruf bestimmt, was der Lernende dabei tut. Ein Plan kann passives Lesen verteilen; zur Abrufaufgabe wird die Wiederholung erst, wenn die Antwort zuvor verborgen ist.
Es gibt kein einziges perfektes Intervall
Forschung stützt verteiltes Üben, doch der sinnvolle Abstand hängt von Lernendem, Material, bisherigem Erfolg und gewünschter Behaltensdauer ab. Ein Plan schätzt einen praktischen Termin, statt einen exakten Moment des Vergessens zu beobachten.