Chessmate

Brettreiz

Englischer Begriff: Board cue

Ein Brettreiz ist ein sichtbares Merkmal der aktuellen Stellung, das an einen gelernten Zug oder Plan erinnert.

Der letzte gegnerische Zug, eine Bauernstruktur, eine angegriffene Figur oder eine blockierte Diagonale können als Reize dienen. Sie ähneln dem, was in einer echten Partie sichtbar ist.

Der gegnerische Zug verändert den Reiz

Nach 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 zeigt der nächste schwarze Zug, welche Abzweigung der Italienischen Partie entstanden ist. Die Figurenstellung bleibt ähnlich, doch das unmittelbare Problem ändert sich.

Spiele ...Nf6 oder ...Bc5 und vergleiche den Reiz, den Weiß erhält.

Spiele ...Nf6 oder ...Bc5 und vergleiche den Reiz, den Weiß erhält.

Beide Antworten sind aus derselben Stellung legal. Der Zug selbst wird zum Reiz für die nächste weiße Entscheidung.

Verbinde einen Reiz mit einer Entscheidung

Eine nützliche Eröffnungsnotiz benennt zuerst die Veränderung und danach die ausgelöste Entscheidung. ‚...Nf6 greift e4 an, also decke oder ziehe den Bauern‘ lässt sich aus einer Partie leichter abrufen als eine Zugnummer allein.

Sichtbarer ReizAusgelöste Frage
Ein Bauer wird angegriffenKann er gedeckt, vorgerückt oder geopfert werden?
Eine Diagonale öffnet sichWelcher Läufer oder welche Dame kann sie jetzt nutzen?
Die Bauernstruktur ändert sichWelcher Hebel oder welches Feld ist nun verfügbar?

Passende Reize können den Abruf unterstützen

Die Forschung zur Enkodierungsspezifität zeigt, dass Abruf teilweise von den beim Lernen und Erinnern vorhandenen Informationen abhängt. Die Übertragung auf Schach ist eine praktische Folgerung: Übe aus einer Brettstellung, wenn auch die echte Partie eine Antwort auf eine Brettstellung verlangt.

Weiterführende Inhalte